In jedem Projekt entstehen ab dem Zeitpunkt der Entscheidung, die Umsetzung des Projektes zu prüfen, Kosten. Diese umfassen beispiels-weise Aufwände für die Projektleitung, die Ressourcenbeschaffung und die Durchführung von Studien.
Das Wissen über die Anforderungen und Ziele, die mit dem Projekt erfüllt werden sollen, wächst dahingehen oft erst im Laufe des Projekts. Gleichzeitig steigen ab Projektstart bereits die Ausgaben und die Flexibilität, den Weg zum Ziel sowie das Ziel selbst zu definieren und zu beeinflussen, nimmt ab.
Das Mittel zur Maximierung des Projektwissens zu Projektstart ist die Anforderungsanalyse.
Warum eine Anforderungsanalyse?
Das Ziel der Anforderungsanalyse ist es, bereits zu Projektbeginn so viel Wissen wie möglich zu generieren und damit die noch hohe Beeinflussbarkeit in Bezug auf das Projektziel, die Projektkosten und -termine sowie die Projektorganisation positiv für die Initiierung, Planung, Durchführung und den Abschluss des Projektes zu nutzen.
In einem Anforderungsworkshop werden zunächst alle relevanten inhaltlichen, terminlichen, monetären und organisatorischen Anforderungen zusammengetragen. Diese sind klar und eindeutig zu formulieren, zu dokumentieren und allen Beteiligten zugänglich zu machen. Wichtig ist ins-besondere auch, das einheitliche Verständnis aller Projektbeteiligten zu den in der Anforderungsanalyse zusammengetragenen Punkten sicherzu-stellen. So wird erreicht, dass bereits früh im Projekt alle Beteiligten über die zu erreichenden Ziele, Rahmenbedingungen und Anforderungen des Projektes informiert sind und von Anfang an gemeinsam auf deren Erreichung hinarbeiten können.
Anforderungen ermitteln
Bei der Ermittlung der Anforderungen, Rahmenbedingungen und Ziele, welche innerhalb des Projektes erfüllt werden sollen, können beispielsweise nachfolgende Fragestellungen als Einstieg dienen:
Inhaltliche Anforderungen:
Terminliche Anforderungen:
Monetäre Anforderungen:
Organisatorische Anforderungen:
Änderungen im Projektverlauf
Kaum ein Projekt, insbesondere langlaufende und interdisziplinäre, wird ohne Änderungen abgeschlossen. Die häufig gestellte Frage, was passiert, wenn sich im Projektverlauf etwas an den in der Anforderungsanalyse definierten Rahmenbedingungen des Projektes ändert, zeigt die Wichtigkeit dieser noch deutlicher: Wenn anfangs nicht definiert und dokumentiert wurde, was die einzuhaltenden inhaltlichen, terminlichen, monetären und organisatorischen Rahmenbedingungen des Projektes sind, sind auftretende Änderungen, Verschiebungen, Mehrkosten usw. schon während des Projektes und vor allem nach Projektabschluss überhaupt nicht mehr nachvollziehbar und begründbar!
Die Anforderungsanalyse ist also die Hauptgrundlage für die Erläuterungen der Änderungen im Projekt. Auf Basis dieser sind u.a. Auslöser, konkrete Änderungen, Auswirkungen, sowie ob und durch wen der Änderungsantrag genehmigt / abgelehnt wurde, zu dokumentieren. Erst nach Genehmigung des Antrags werden die Änderungen im Projektteam kommuniziert und im Projekt umgesetzt - um Chaos und inkonsistente Projektplanungen zu vermeiden.
Insgesamt bilden Anforderungsanalyse und Änderungsmanagement die Basis für erfolgreich geführte Projekte, die nicht nur die gesteckten Ziele erreichen, sondern auch transparent und konsistent geführt werden.
© Lelea® Management Consulting GmbH 2023
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